Christian Heitzer. Über mich und meine Wege

 

Dem Herzen folgen: Träumerei oder Weg zur Berufung und zum Sinn des Lebens?

In Gesprächen und Begegnungen, in Form von Kalendersprüchen und mit ganzen Büchern werden wir ermuntert, „unserem Herzen zu folgen“. Viele verbinden damit eine romantische Sehnsucht. Und winken geradewegs ab: Eine Träumerei oder Schwärmerei. Nicht realistisch. Nichts Handfestes.   

Man kann unter dem  Herzen folgen die Erfüllung ggf. oberflächlicher Bedürfnisse verstehen. Das geht bisweilen relativ mühelos. Dem Herzen allerdings auf den Grund zu gehen, führt uns aus der Komfortzone heraus. Und kann zur größten Herausforderung des Lebens werden. Stellt bisherige Sicherheiten in Frage oder wirft sie komplett über den Haufen. Und doch: Dem Herzen zu folgen und in die Tiefe unseres Selbst zu gehen, nähert uns immer wieder dem, was uns wirklich wirklich ausmacht. Und über uns hinausführt: Wer oder was ruft mich im Leben? Was ist meine Be-rufung? Was ist der Sinn meines Lebens? Wie finde ich persönlich Glück?

 

Immer wieder die Komfortzone verlassen

Für mich bedeutete es, immer wieder die Komfort-Zone zu verlassen: Nach der 10. Klasse vom Gymnasium zu gehen – trotz guter Noten. Den sicheren Job und das gute Einkommen als gelernter Versicherungskaufmann zur Irritation meiner Kollegen und Vorgesetzten aufgeben. Abitur nachholen und zum Zivildienst als Katholik in ein evangelisches Kloster. Ich heiratete, studierte, bald als Vater von einem, dann von zwei Kindern. Studiengang: Lehramt für Gymnasien. Auch dann wählte ich nicht die sichere Variante des Lehrerberufs. Trotz der Verantwortung für zwei Kinder. Ich ging stattdessen als Referent in die Jugendarbeit, wollte meinem Herzen folgend mit jungen Menschen lieber in ihrer „freien“ Zeit arbeiten. Dann der Wechsel auf die Leitungsebene. Sehr interessante, kraftvolle Jahre. Mitarbeiter*innen führen, die Richtung des Unternehmens mit lenken, um junge Menschen sinn-voll zu begleiten.

 

Aus dem persönlichen Lock-Down heraus das Leben völlig neu aufrichten

Dann der innere Ruf, dass etwas Neues werden will. Der Impuls der Liebe. Die größte Kraft im Universum führt mich noch einmal radikal zum Sprung auf das eigene Herz hin. Die Folge: Tabula-Rasa. Lock-Down meines bisherigen Lebens. Ich musste geliebte Menschen schwer enttäuschen. Und erkennen: Dem eigenen Herzen zu folgen ist etwas für Mutige. Der Strom des Lebens kann, wenn wir uns in ihn hineinbegeben, alles niederreißen, was bisher war. Und es völlig neu aufrichten.

 

Die Entdeckung der Achtsamkeit und der Intelligenz des Herzens

Die Entdeckung der Achtsamkeit hat mir geholfen, den Weg des Herzens weiter zu gehen und mir die Kompetenzen, die Intelligenz des Herzens weiter zu erarbeiten. 2015 habe ich zusammen mit meiner Partnerin Nicole Balej das Unternehmen „cordat herzensbildung“ gegründet. Seit über fünf Jahren entwickeln wir unsere Arbeit in genau dieser Spur: Menschen in Kontakt mit sich selbst bringen, zum Innehalten und um aus der Betriebsamkeit des Lebens in die Stille einzutauchen. Mit unseren Veranstaltungen und Formaten – Seminare, Trainings, Retreats, Coaching – schaffen wir Raum, die Kompetenzen und die Intelligenz des Herzens zu entdecken und zu entwickeln. Damit auch andere Balance und Glück im all-täglichen Lebens finden. Ruhe, Frieden und Liebe auch in einer unsicheren Umgebung bewahren können. Und ihrem Lebenstraum auf die Spur kommen. Und ihn schließlich konsequent verfolgen.

 

Reisen, draußen Sein, Begegnungen. Wo und wie ich sonst gern bin

Neben meiner Arbeit als Achtsamkeitstrainer und Coach schreibe ich gern. Für unseren Blog und an einem Buch. Ich liebe es, zu reisen. Am liebsten zusammen mit meiner Partnerin. In Städten entdecke ich gerne ehrliche Cafés und Buchhandlungen. Nehme mir Zeit für Muße mit einem schönen Buch, einem Magazin oder meinen Notizbüchern. Ich liebe auch das Meer. In ursprünglichen Landstrichen unterwegs sein. Im Wald und in den Bergen. Gerne mit meinem zwölfjährigen Sohn. Und auch mit meinem Zwillingsbruder Steve. Ich genieße es, Zeit für Gespräche und Begegnungen mit meinen erwachsenen Töchtern zu haben. Und das Leben zu empfangen. Mit offenem und weitem Herzen. Jeden Tag neu.

 

BERUFLICHE STATIONEN

  • 1985 – 1988: Ausbildung zum Versicherungskaufmann
  • 1998 – 2011: Kirchlicher Jugendreferent; Leitung und Geschäftsführung der Katholischen Jugendstelle im Landkreis Cham
  • 2011 – 2015: Stellvertretender Leiter im Bischöflichen Jugendamt Regensburg und Leiter des Referats für religiöse Bildung
  • 2015: Gründung von cordat herzensbildung
  • Seit 2015: Gesellschafter der cordat herzensbildung GbR zusammen mit Nicole Balej
  • 2016 – 2019: Pädagogische Fachkraft bei Susi Gold, Sozialtherapeutische Familienhilfen in Teilzeit
  • 2018: Eröffnung unserer eigenen Räumlichkeiten von cordat herzensbildung am Sankt-Georgen-Platz in Regensburg

 

AUSBILDUNG & QUALIFIKATIONEN:

  • Zivildienst bei der ev. Communität Christusbruderschaft Selbitz (CCB) (1990-1991)
  • Studium der Germanistik, Theologie und Erziehungswissenschaften (1991-1998)
  • Postgraduales Studium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer in Benediktbeuern (2007-2013)
  • Ausbildung zum Achtsamkeitstrainer bei Arbor-Seminare (2016-2017)
  • Weiterbildung und Zertifizierung als MBSR-Lehrer (2018-2019)
  • Ausbildung zum Life-Coach IiE ® (2020)
  • Weiterbildung in Yoga und Meditation bei Florian Palzinsky (seit 2020)